Artikel und Texte: Literarische Fundstücke
Literarische Fundstücke zum Thema Fuchs
An einem heißen Sommertag, als Frashoon durch lange, felsige Täler blies, trat eine Füchsin zum Trinken an einen Wildbach. In diesem Augenblick kam ein Jäger herbei und trank flußaufwärts zu der Füchsin. Sie war zu durstig, um davonzulaufen, doch plötzlich schaute der Jäger hoch und fragte, warum die Füchsin das Wasser verschmutze. Er nahm sein Gewehr von der Schulter. Sie fragte: wie ist das möglich, wenn ich von dir aus gesehen flußabwärts trinke? Sei es, wie es will, sagte der Jäger, man erzählte mir, du habest mich vor fünf Jahreszeiten hinter meinem Rücken beschimpft. Während er sprach, lud der Jäger sein Gewehr. Das ist unmöglich, sagte die Füchsin, da ich erst drei Jahreszeiten alt bin. In diesem Fall war es deine Mutter, sagte der Jäger und schoß die arme Füchsin tot.

- Garry Kilworth, "Füchse unter sich" (orig. The Foxes of Firstdark/Hunter's Moon)


We must infiltrate, integrate with humans, using our superior talents to gain control of their politics, their media of communication, their legends, their beliefs, so that, when the times comes, they will have been completely seduced to the acceptance of the inevitable - The Era of Foxes.

- William Wharton in seinem Roman "Franky Furbo" über füchsische Machtübernahmepläne


"Weil der Schnee tief ist
und fleckenlos das weiße Fallen durch weiße Luft

Weil sie ein wenig hinkt - blutet
wo sie sie trafen

Weil Jäger Flinten haben
und Hunde Henkerbeine

Weil ich sie gerne in meine Arme nehmen möchte
und ihre Wunden pflegen

Weil sie sich nicht erlauben kann zu sterben
und die Jungen umzubringen in ihrem Bauch

Weiß ich nicht was ich sagen soll wenn ein Soldat stirbt
weil es im Tod keine Maßstäbe gibt."

- Kenneth Patchen, Die Füchsin


"Er ist ein Dieb, ein Mörder! Ich darf es kühnlich behaupten.
Ja, es wissen's die Herren, er übet jeglichen Frevel."

- Johann Wolfgang von Goethe, Reineke Fuchs


Hochgeehrt ist Reineke nun! Zur Weisheit bekehre
Bald sich jeder, und meide das Böse, verehre die Tugend!
Dieses ist der Sinn des Gesangs, in welchem der Dichter
Fabel und Wahrheit gemischt, damit ihr das Böse vom Guten
Sondern möget, und schätzen die Weisheit, damit auch die Käufer
Dieses Buchs vom Lauf der Welt sich täglich belehren.

- Johann Wolfgang von Goethe, Reineke Fuchs